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Makom Book Series

2007
Naharaim
Noor A ed. Naharaim Noor A. Journal of German-Jewish Literature and Cultural History [Internet]. 2007;1 (1). Publisher's VersionAbstract

Forward
Paul Mendes-Flohr

Editorial
Ashraf Noor

The Bible and the Caesurae of Time
Stéphane Mosès

The Secularisation of Jewish Cultural Memory: Epistemological and Hermeneutical Reflections
Paul Mendes-Flohr

Memory and the Other
Gabriel Motzkin

Walter Benjamin: Time and Justice
Ashraf Noor

The Theopolitical Foundations of Strauss's Criticism of Modernity
Matan Oram

Unde Malum? Zu einer kritischen Revision von Hans Blumenbergs Legitimität der Neuzeit
Christoph Schmidt

Textum: Intertextualität in Yoel Hoffmanns. Christus der Fische
Karin Neuburger

"Eine Karikatur der Theorie". Zur neueren Adorno-Biographik
Philipp von Wussow

Die Hannah Arendt-Rezeption im russischsprachigen Raum. Michael Hefetz: Hannah Arendt – eine Beurteilung des 20. Jahrhunderts
Julia Matveev

2004
Beschneidung des Herzens. Konstellationen deutsch-jüdischer Literatur
Greiner B. Beschneidung des Herzens. Konstellationen deutsch-jüdischer Literatur. Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2004. Publisher's VersionAbstract

 

Die in diesem Band versammelten Studien sind exemplarischen Konstellationen deutsch-jüdischer Interkulturalität gewidmet. Mit dem Titel "Beschneidung des Herzens", einer Paulinische Wendung, die Shakespeare im "Kaufmann von Venedig" aufgegriffen hat, wird an die fundamentale Konfrontation zwischen der jüdischen Kultur und ihrer nicht-jüdischer Umgebung erinnert, die zu einem deutsch-jüdischen Dialog führte.

 

Eros und Gesetz. Zehn Lektüren der Bibel
Mosès S. Eros und Gesetz. Zehn Lektüren der Bibel. Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2004. Publisher's VersionAbstract

Makom, die Schriftenreihe des Franz Rosenzweig-Forschungszentrums für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, wird herausgegeben von Yfaat Weiss. In der jüdischen Überlieferung ist der Begriff Makom ("Ort") einer der Namen Gottes, bezeichnet aber zugleich den Raum der schriftlichen und mündlichen Tradition. Die Veröffentlichungen der Reihe sollen zum fortdauernden Kommentar dieser Tradition beitragen. Aufgenommen werden zum einen Bände, die zentrale Erfahrungen des deutschen Judentums dokumentieren oder sie im Rahmen der neueren deutschen Kulturgeschichte analysieren. Da die Werke deutscher Juden stets auch ein Spiegel für übergreifende Phänomene der europäischen Moderne waren, werden zum anderen Texte in der Reihe veröffentlicht, die sich mit Themen wie kulturelle Erinnerung, Assimilation oder Säkularisation beschäftigen.

 

Jüdische Identität. Die zwei Seelen der deutschen Juden
Mendes-Flohr P. Jüdische Identität. Die zwei Seelen der deutschen Juden. Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2004. Publisher's VersionAbstract

 

Nirgends stellt sich das Problem der "Identität" schärfer und belasteter als bei der jüdischen. Alles kommt ja darauf an, ob sie sich einer historischen, politischen und sozialen Zuschreibung oder einem Prozess der Selbstfindung und Selbstidentifizierung verdankt. Deutsche Juden waren sich seit ihrer sog. "Emanzipation" immer schmerzlich bewusst, dass es sich in ihrem Fall eher um eine "Assimilation im Akkusativ" als eine "im Dativ" handelte, und noch heute ist die Rede vom "Jüdischen" zumeist tief von den "Definitionen" der Nazis kontaminiert. Auch für gegenwärtige Juden gestaltet sich ihre jüdische Identität sehr unterschiedlich. Seit der Aufklärung wird sie nicht mehr ausschließlich über die Treue zur Tora und zu den göttlichen Geboten bestimmt. Moderne Juden gehören vielmehr zahlreichen (lokalen, beruflichen, kulturellen, politischen, freizeitlichen) Gemeinschaften an, die sich nicht zwangsläufig entsprechen. Auf der anderen Seite geht es seit der Gründung des Staates Israels aber auch um eine politische Selbstidentifikation, die sich ihrerseits über Einschluss- und Ausschlussverfahren regelt. Die Kriterien dafür sind, wie man weiß, kontrovers - uns so können wir Paul Mendes-Flohr für seine engagierte, klare, aber auch nachdenkliche historische und politische Orientierung nicht dankbar genug sein.