About Makom

Makom Info

The Rosenzweig Center's Publications

The Franz Rosenzweig Minerva Center promotes the publication of original and groundbreaking works in the field of German-Jewish studies. The two main platforms in which fellows and young scholars can publish the results of their research are the Naharaim journal and Makom book series.

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The journal Naharaim was founded by the Franz Rosenzweig Minerva Research Centre at the Hebrew University of Jerusalem in 2007 and appears bi-annually. It is a peer-reviewed journal and publishes the latest research on philosophical, literary and historical aspects of German-Jewish culture. The articles appear in both German and English. 

Naharaim (Hebrew for Zweistromland, a land that lies between two rivers) presents biographical portraits and research on the intellectual history of German-speaking Jewry. The journal explores paradigmatic thinkers within German-Jewish modernism since the Emancipation; traces the outlines of the German-Jewish experience both in the context of general Jewish issues and beyond the specific Jewish horizon; discusses the phenomenon of secularisation as a process of transformation of religious content taking place within the framework of a secular worldview; and critically engages with theoretical debates in France, North America and Germany that address topics from past and contemporary Jewish thought.

Managing Editor: Barouch, Lina
Ed. by Pollock, Benjamin / Weidner, Daniel / Wiese, Christian

Submission of manuscripts:
https://mc.manuscriptcentral.com/nahar

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Makom is a book series published by Fink Verlag (Paderborn). The name ‘Makom’ is the Hebrew term for ‘place’ or ‘space’, but it also designates God, whose spatial presence is affirmed yet at the same time questioned. Makom hosts studies by the Center's affiliated researches, concentrating on modern German-Jewish literature and philosophy. 

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Makom Series

Habima. Eine hebräische Bühne in der Weimarer Republik
Zer-Zion S. Habima. Eine hebräische Bühne in der Weimarer Republik. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag; 2016. Publisher's VersionAbstract

Das Buch erforscht die Beziehungsnetzwerke, die die Habima, eine in Moskau gegründete zionistische Theatergruppe, mit der kulturellen und wirtschaftlichen deutsch-jüdischen Elite in Berlin entwickelte.
Die Habima ist vor allem durch ihre heroische Gründungsgeschichte als hebräische Theatergruppe aus Moskau bekannt. 1926 verließ die Habima die sowjetische Hauptstadt, verarmt, kurz vor der Auflösung. Bis 1932 tourte sie in Europa, in Mandatspalästina und in den USA. Berlin wurde vorübergehende Heimstätte der Truppe. Das Buch untersucht, wie sich Mitglieder der deutsch-jüdischen Elite in Berlin – Künstler, Theaterschaffende, zionistische Aktivisten, Intellektuelle, wohlhabende Kaufleute, Industrielle und Bankiers – zu einer Interessengemeinschaft für die Habima zusammenschlossen und die hebräisch-zionistische Theaterkultur gestalteten.

Textual Understanding and Historical Experience. On Peter Szondi
Zepp S. Textual Understanding and Historical Experience. On Peter Szondi. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag; 2015. Publisher's VersionAbstract

This volume addresses the nexus between historical experience and philological understanding in the writings of the literary scholar Peter Szondi (1929–1971).
Surveying the breadth and depth of Szondi’s theoretical interests, the volume weaves a comprehensive portrait of this unique thinker. His contribution to the field of Comparative Literature was significant, and in some cases groundbreaking. Bringing together articles by historians, literary scholars and cultural historians, this volume portrays Peter Szondi’s thinking about literature, thereby conveying a sense of the scope and significance of his intellectual interests and achievements, while not neglecting the aspect of biographical and chronological coherence. Peter Szondi’s life and work is presented as intricately intertwined with the philosophical, political, and historical context of the 20th century.

Jean Améry. "... als Gelegenheitsgast, ohne jedes Engagement"
Weiss Y, Bielefeld U ed. Jean Améry. ".. als Gelegenheitsgast, ohne jedes Engagement". (Weiss Y, Bielefeld U). Paderborn: Wilhelm Fink Verlag; 2014. Publisher's VersionAbstract

Jean Améry wurde in den 1960er und 1970er Jahren eine moralische und kritische Instanz der Bundesrepublik Deutschland. Er war dabei, nutzte die Medien seiner Zeit – Radio, Buch, Fernsehen – und blieb dennoch auf Distanz.
Von den Nürnberger Gesetzen zum Juden gemacht, als politischer Gegner gefoltert, als Jude nach Auschwitz deportiert, entschied sich Jean Améry nach 1945 für Brüssel und orientierte sich am politischen und philosophischen Frankreich. In den 1960er Jahren verband er die gelebte Erfahrung mit Themen seiner Zeit – Algerien, Kolonialismus, Terrorismus – und wurde auch wegen seiner analytischen Strenge zum gefragten Kommentator des Jetzt. Dennoch blieb er nicht nur in seiner Selbstwahrnehmung ein »Unerwünschter« und »Eindringling«. Dieser Band untersucht Stimme und Echo des »Gelegenheitsgastes« vor dem Hintergrund dieser Spannungen.

Kurz hinter der Wahrheit und dicht neben der Lüge. Zum Werk Barbara Honigmanns
Eshel A, Weiss Y ed. Kurz hinter der Wahrheit und dicht neben der Lüge. Zum Werk Barbara Honigmanns. (Eshel A, Weiss Y). Paderborn: Wilhelm Fink Verlag; 2013. Publisher's VersionAbstract

Barbara Honigmann ist eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen unserer Zeit. Sie zeichnet in ihrem Werk die Konturen unserer Zeit nach: die Zäsur von 1945, die Frage nach der Literatur im Angesicht der Shoah, und das Leben in Europa nach der politischen Wende von 1989.
Das Buch versammelt Beiträge von WissenschaftlerInnen, die in Deutschland, Israel und den USA die Literatur Honigmanns im Zusammenhang der deutschen Nachkriegsgeschichte und der zeitgenössischen deutsch-jüdischen Literatur lesen. Da sich Barbara Honigmann in ihrem Werk auch dem heutigen Amerika oder dem Leben im multikulturellen Europa zuwendet, umfassen diese Essays zudem Fragen der Literatur und Kultur im Zeitalter der wachsenden Globalisierung und Neuorientierung in Politik und Gesellschaft.

Walter Benjamin: Moderne und Gesetz
Noor A ed. Walter Benjamin: Moderne und Gesetz. (Noor A). Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2012. Publisher's VersionAbstract

Benjamins Denken spürt die Rhythmen auf, in denen geschichtliche Veränderungen stattfinden. Es gilt hierbei, die tektonische Kraft, die aufeinanderstoßende Weltalter erzeugen, in Begriffen und Bildern darzustellen. Diese Aufgabe stellt sich potenziert im Verhältnis zum Gesetz. Konstituierte dieses den Maßstab, der alle geschichtliche Veränderung relativierte, so ist es Kennzeichen der Moderne, dass die Bedingungen dieses Verhältnisses analysiert, bzw. verworfen oder mit anderen Vorzeichen gedacht werden. Benjamin geht den Weisen nach, in denen Ordnungen der Moral und der Politik, der Zeit und der Wahrnehmung, der Kunst und der Sprache sich unter dem Zeichen der Moderne in bezug auf das Gesetz neu konfigurieren. Der Sammelband widmet sich Benjamins Analysen dieser Konfigurationen.

Zur Gegenwärtigkeit deutsch-jüdischen Denkens. Festschrift für Paul Mendes-Flohr
Matveev J, Noor A ed. Zur Gegenwärtigkeit deutsch-jüdischen Denkens. Festschrift für Paul Mendes-Flohr. (Matveev J, Noor A). Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2011. Publisher's VersionAbstract

Die exponierten Vertreter des deutsch-jüdischen Denkens tragen Spannungen aus, die für die Moderne kennzeichnend sind.

Die Erfahrung des Lebens innerhalb vielfältiger, oft miteinander konfligierender Sinnzusammenhänge, wird in diesem Denken zum Ausdruck gebracht. Die Forschung Paul Mendes-Flohrs widmet sich der Philosophie, der Literatur und der Kulturgeschichte des deutschen Judentums unter diesem Aspekt. In diesem Sammelband sind Beiträge enthalten, die das deutsch-jüdische Denken und damit verwandte Themen als Prisma der Moderne betrachten.

Die theopolitische Stunde. Zwölf Perspektiven auf das eschatologische Problem der Moderne
Schmidt C. Die theopolitische Stunde. Zwölf Perspektiven auf das eschatologische Problem der Moderne. Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2009. Publisher's VersionAbstract

Die theopolitische Stunde benennt die radikale Krise der Kulturidee und spezifisch der deutsch-jüdischen Kultur in den Jahren zwischen 1910 und 1938, wie sie in durchaus verschiedenen Formen politischer Theologie - von Leo Strauss, Martin Buber, Gerschom Sholem bis Jacob Taubes - reflektiert wird. Allen Texten eingeschrieben ist die für die Kulturkrise symptomatische Erfahrung, dass die ethische Kulturidee als "Freiheit unter dem Gesetz" mit der fundamental gesetz- und normtranszendierenden Individualität in Konflikt geraten muss. Dabei wird dieser Konflikt zunächst vor allem auf der ästhetischen Ebene (Simmel) artikuliert, die allerdings immer schon mit der theologischen Dimension des Konflikts kommuniziert. Im jüdischen Kontext entspricht diese Situation der Erfahrung, dass die Kulturidee zwar die Emanzipation des Juden ermöglicht hat, allerdings nur unter der Bedingung einer Emanzipation von seinem Judentum.

Mephisto
Grinberg UZ. Mephisto. (Neuburger K). Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2007. Publisher's VersionAbstract

Grinberg, der das Gedicht verfasste als er Mitglied einer Gruppe revolutionärer jiddischer Dichter in Warschau war, schuf mit Mephisto ein Werk, das im Zeichen einer Krise der Zivilisation geschrieben wurde. Der 1896 in Bialkamin, Galizien, geborene Dichter Uri Zvi Grinberg setzt sich in seinem expressionistischen jiddischen Langgedicht Mephisto mit der west-europäischen Moderne auseinander. Gott und Mephisto, "jüdische" Tradition und "pagane" Moderne, bilden zwei ungleiche Partner, und die Moderne wird in ihrer aggressiven Präsenz als unumgängliche, die jüdische Kultur verdrängende Notwendigkeit dargestellt. Diese Ausgabe von Uri Zvi Grinbergs Langgedicht Mephisto enthält den jiddischen Originaltext, eine kommentierte Übersetzung und eine Einleitung in das Gedicht im Zusammenhang des Gesamtwerks Uri Zvi Grinbergs.

 

Eros und Gesetz. Zehn Lektüren der Bibel
Mosès S. Eros und Gesetz. Zehn Lektüren der Bibel. Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2004. Publisher's VersionAbstract

Makom, die Schriftenreihe des Franz Rosenzweig-Forschungszentrums für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, wird herausgegeben von Yfaat Weiss. In der jüdischen Überlieferung ist der Begriff Makom ("Ort") einer der Namen Gottes, bezeichnet aber zugleich den Raum der schriftlichen und mündlichen Tradition. Die Veröffentlichungen der Reihe sollen zum fortdauernden Kommentar dieser Tradition beitragen. Aufgenommen werden zum einen Bände, die zentrale Erfahrungen des deutschen Judentums dokumentieren oder sie im Rahmen der neueren deutschen Kulturgeschichte analysieren. Da die Werke deutscher Juden stets auch ein Spiegel für übergreifende Phänomene der europäischen Moderne waren, werden zum anderen Texte in der Reihe veröffentlicht, die sich mit Themen wie kulturelle Erinnerung, Assimilation oder Säkularisation beschäftigen.

 

Beschneidung des Herzens. Konstellationen deutsch-jüdischer Literatur
Greiner B. Beschneidung des Herzens. Konstellationen deutsch-jüdischer Literatur. Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2004. Publisher's VersionAbstract

 

Die in diesem Band versammelten Studien sind exemplarischen Konstellationen deutsch-jüdischer Interkulturalität gewidmet. Mit dem Titel "Beschneidung des Herzens", einer Paulinische Wendung, die Shakespeare im "Kaufmann von Venedig" aufgegriffen hat, wird an die fundamentale Konfrontation zwischen der jüdischen Kultur und ihrer nicht-jüdischer Umgebung erinnert, die zu einem deutsch-jüdischen Dialog führte.

 

Jüdische Identität. Die zwei Seelen der deutschen Juden
Mendes-Flohr P. Jüdische Identität. Die zwei Seelen der deutschen Juden. Padeborn: Wilhelm Fink Verlag; 2004. Publisher's VersionAbstract

 

Nirgends stellt sich das Problem der "Identität" schärfer und belasteter als bei der jüdischen. Alles kommt ja darauf an, ob sie sich einer historischen, politischen und sozialen Zuschreibung oder einem Prozess der Selbstfindung und Selbstidentifizierung verdankt. Deutsche Juden waren sich seit ihrer sog. "Emanzipation" immer schmerzlich bewusst, dass es sich in ihrem Fall eher um eine "Assimilation im Akkusativ" als eine "im Dativ" handelte, und noch heute ist die Rede vom "Jüdischen" zumeist tief von den "Definitionen" der Nazis kontaminiert. Auch für gegenwärtige Juden gestaltet sich ihre jüdische Identität sehr unterschiedlich. Seit der Aufklärung wird sie nicht mehr ausschließlich über die Treue zur Tora und zu den göttlichen Geboten bestimmt. Moderne Juden gehören vielmehr zahlreichen (lokalen, beruflichen, kulturellen, politischen, freizeitlichen) Gemeinschaften an, die sich nicht zwangsläufig entsprechen. Auf der anderen Seite geht es seit der Gründung des Staates Israels aber auch um eine politische Selbstidentifikation, die sich ihrerseits über Einschluss- und Ausschlussverfahren regelt. Die Kriterien dafür sind, wie man weiß, kontrovers - uns so können wir Paul Mendes-Flohr für seine engagierte, klare, aber auch nachdenkliche historische und politische Orientierung nicht dankbar genug sein.